· 

Saatenvielfalt Wildblumen / Wilde Karde

Dipsacus fullonum
Dipsacus fullonum

Die Weber-Karde, auch Rau-, Woll- oder Tuchkarde, wird auch Kardendistel oder Kardel genannt und ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Kardengewächse.

 

Die Wilde Karde trumpft mit markanten Blütenständen auf, die denen der Distel ähneln.

Früher fanden die trockenen Blütenstände noch Einsatz beim Verarbeiten von Wolle. Hierbei dienten die stacheligen Blütenköpfe zum Karden (Kämmen) der Wolle, um diese für das anschließende Spinnen vorzubereiten.

 

Ihr botanischer Name Dipsacus fullonum ist auf das griechische Wort 'dipsa' zu Deutsch 'Durst' zurückzuführen. Nach Niederschlägen sammelt sich nämlich das Wasser in den Trichtern der Blätter. Es ist für Vögel und Insekten eine gute Wasserquelle. Die "Wilde Karde" stellt während der Blüte im Juli und August eine wertvolle Futterpflanze für Wildbienen, Hummeln und bestimmte Schmetterlingsarten und Falter dar.

 

Gerade ab Herbst sind die Blütenstände mit einer Höhe von bis zu 2 Meter ein wahrer Hingucker im Naturbeet. Wer die Samen in den Kapseln lässt bietet dem Stieglitz, der deshalb auch den Namen Distelfink trägt, und dem Buchfink eine gute Winternahrungsquelle. Die Karde sät sich dann selbst aus.

Ist eine Selbstaussaat und die damit willkürliche Ausbreitung im Garten unerwünscht, musst du die Samenstände, noch ehe sie reif sind, abschneiden.

 

Die Staude ist zweijährig. Sie hat keine besonderen Standortansprüche und benötigt keinerlei Pflege. Auch ein Winterschutz ist überflüssig, da die Staude Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius standhält.


Vorkultur                                     keine
Direktsaat                                   im Herbst oder ganz zeitig im Frühjar


Kommentar schreiben

Kommentare: 0