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Gartenflächen planen....aber wie?

Von der Skizze ins Beet

Jetzt ist eine gute Zeit kleine Gärten oder Beetflächen zu planen.

Aber wie fängt man das gescheit an?

Einige von Euch sind in diesem Moment vermutlich schon "raus".

Dabei ist es überhaupt so schwierig wie man glaubt.

Wichtig finde ich den gesammten Garten im Kopf zu haben, denn harmonisch wirkt er dann, wenn er am Ende nicht gestückelt aussieht. Ein Konzept sollte sich später durch den ganzen Garten ziehen, selbst wenn er in Etappen angelegt wird.

Die Vorüberlegung

Zuerst gilt es einige Überlegungen zu  tätigen:

  • Was für einen Garten hätte ich gerne?
    - Einen Naturgarten
    - Einen naturnahen Garten?
    - Einen Traditionellen?
  • Wieviel Geld steht mir zur Verfügung
  • Was kann ich gestalterisch selbst machen?
  • Wer wird ihn nutzen?
    - Wie alt und belastbar bin ich?
    - Habe ich Einschränkungen die es zu beachten gibt?
    - Gibt es Kinder im Haus oder die zu Besuch kommen?
    - Wie alt sind die Kinder?
  • Wieviel Zeit möchte ich später in Gartenarbeit investieren?

Nach diesen Kriterien wird später gestaltet.

Gestaltungselemente und Farbe im Garten

Nun kommen die Gedanken zum eigentlichen Garten:

  • Welche Farben bevorzuge ich?
    - Gelb, Orange, Weiß?
    - Lila, Blau, Weiß?
    - Weiß, Grün, Rosé?
    - Rot, Orange?
    - Wild und bunt?
  • Welche "Eye-catcher" (Hingucker) möchte ich?
  • Möchte ich Sitzplätze und/oder einen Teich oder Tümpel?
  • Wie sieht es mit der Lage der Gartenfläche aus?
    - Sonnig, halbschattig oder schattig?
    - windgeschützt oder Freifläche?
  • Wie ist der Boden im Herbst?
    - Wasser trocknet normal ab = guter Gartenboden
    - Wasser versickert schnell, der Boden ist sehr schnell trocken = Sandboden
    - Wenn ich über den Boden laufe habe ich dicke Matsche an den Schuhen = schwerer, eher
       lehmiger Boden.

Nach diesen Kriterien richtet sich später die Bepflanzung.

 

Pläne erstellen

Nun geht es ans eigentliche Planen.

Mehrere große Papierblätter um verschiedene Gestaltungen auszuprobieren und ab zu wägen sind jetzt das Wichtigste.

 

Schneide dir selbstgemalte Elemente aus. Sie sollten in der Vogelperspektive sein. Du kannst sie auch kostenlos downloaden, zum Beispiel bei Pixabay.

Die Gartenfläche solle auf die Blätter im etwaigen Verhältnis zum Garten aufgezeichnet werden.

Nun geht es ans ausprobieren. Lege Beete, Sitzplätze und alles was zu gerne hättest auf deiner Vorlage an. Schiebe es so lange hin und her bis es dir gefällt. Dann klebst du die Elemente fest und beginnst mit dem nächsten Plan. Versuche sehr verschiedene Ansätze zu verfolgen.

 

Das sind einige unserer Pläne. Wichtig war für uns ein Teich, mehrere Sitzplätze und das die Gartenseite zur Bundesstrasse irgendwann blickdicht zugewachsen ist, auf den Plänen die rechte Gartenseite.

Um eine Vorstellung der Größe zu bekommen, haben wir im Garten Wege Sitzplätze und Teich mit Schläuchen und Latten ausgelegt.

Habt ihr euch für eine Variante entschieden geht es ans weitere planen.

Die Pflanzenauswahl

Nachdem ja nun fest steht welchen Boden deine Planungsfläche hat, wieviel Sonne dort am Tag ins Beet scheint und welche Farbe du bevorzugst, geht es ans Auswählen der Pflanzen.

Ich empfehle dir diese aus einer Gärtnerei zu kaufen. Diese sind in der Regel von der Qualität sehr gut.

Je nachdem wie groß die zu bepflanzende Fläche ist, bestelle zeitig im Frühjahr Jungpflanzen. Diese sind günstiger und du kannst für verhältnismäßig ziviles Geld eine große Fläche bestücken.

Wenn du genügen Platz hast lohnt es sich unbedingt Pflanzen - auch mehrjärige, selbst zu ziehen. Natürlich lassen diese sich auch direkt im Beet aussäen, dann solltest du die Stellen nicht vergessen zu markieren.

 

Gut im Beet sieht es immer aus wenn du verschieden hohe Pflanzen einplanst. Entweder Hohe nach hinten oder kleiner Pflanzen und Solitäre dazwischen.

 

Wir bestellen sehr viel bei Baumschule Horstmann.
Ich bekomme kein Geld für die Verlinkung. Einfach ein Tipp von mir, weil es dort eine sehr gute Auswahl gibt und die Jungpflanzen bis jetzt alle angegangen sind.

Ab ins Beet

Zuerst werden jetzt Tümpel, Teiche, Sitzplätze und Steinhaufen angelegt. Das kann vom Profi geschehen, aber auch mit einfachen, kostengünstigen Mitteln selbst in Angriff genommen werden. Diese Elemente vorher anzulegen hat den Vorteil, dass sie, sobald die Pflanzen ins Beet kommen, sie schon eingewachsen wirken.

Ein Totholzhaufen kann jederzeit nachträglich angelegt werden.

 

 

Jetzt geht es ans Bepflanzen.

Mein Motto ist - lieber mehr Pflanzen setzten und das Beet ist im gleichen Jahr schön dicht.

Nach ein paar Jahren - wenn die Bepflanzung zu dicht wird - kann man immer gut Pflanzen verschenken. Jemand freut sich ganz sicher.

Verteile die Pflanzen jetzt so wie du es geplant hast im Beet. Stelle die Töpfe einfach erst einmal so ins Beet wie es dir gefällt. So kannst du noch anders gestalten, wenn es dir doch nicht gefällt.

Blumen als Lückenfüller kannst du im Sommer bei einer örtlichen Gärtnerei kaufen.
Damit würde ich tatsächlich bis zum Hochsommer warten. Dann haben sich deine Beete so entwickelt, dass du siehst wo noch etwas hinein passt.


Mein Tipp

Beete wirken besonders reizvoll wenn du größere Flächen mit der gleichen Blumenart bepflanzt, oder farblich harmonierende Pflanzen zusammen setzt.


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